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Eine Auszeit vom Bloggen

Ein Blog ist dazu da, um laufend über gewisse Dinge zu schreiben.
Ihr kennt das.

Ihr wisst wie gerne ich das mache und dass ich auch kaum auf gewisse Standardmeinungen poche und mir selbst ein Bild mache. In letzter Zeit hatte ich aber kaum Zeit all die Ereignisse irgendwie in Worte zum Niederschreiben zu fassen. Laufend ist irgendein Gedanke im Kopf und ein paar Sekunden später ist er weg um einem ganz anderen Gedanken den notwendigen Platz zu geben.

Ich habe in letzter Zeit viel Neues gelernt bzw. bin quasi mittendrin: jQuery, DAZ3D, HTML5, Bootstrap um nur ein paar zu nennen. All meine Energie steckt nun in der Erweiterung meines Horizonts. Dabei solle auch das Privatleben natürlich nicht zu kurz kommen, wobei ich hier bereits einige Fehlentscheidungen getroffen habe. Aber die gehören dazu, damit man etwas lernt und für die Zukunft ändert. Doch was mir so aufgefallen ist, wenn man sich intensiv mit sich selbst beschäftigt… die Welt dreht sich trotzdem weiter und irgendwie verliert man eigentlich den Überblick:

– Ein Flugzeug wird mutwillig zum Abstürzen gebracht, es gibt mehrere Todesopfer
– Täglich sterben Frauen, Kinder und Männer im Mittelmeer da sie vor der Gewalt und Armut in ihrem Land flüchten
– In Großbritannien wird ein neuer Thronfolger gefeiert
– Griechenland kämpft einen unerbittlichen Krieg gegen die Pleite
– Die IS-Gruppe wütet durch alle möglichen Länder und fordert einen Staat nach dem nächsten heraus
– Ein schweres Erbeben im Himalaya Gebiet fordert wieder tausende Todesopfer
– In Baltimore (US) gehen tausende Menschen aufgrund der vorherrschenden Polizeigewalt auf die Strasse
– Der Lifeball in Wien geht über die Bühne und der Hauptorganisator bekennt sich zu seiner schweren Krankheit

…und noch vieles vieles mehr.
Wenn man dann so von seinem Schreibtisch nach geraumer Zeit aufblickt, dann wirkt die Welt plötzlich anders. Sie ist scheinbar irgendwie nur noch ein Haufen von Chaoten, die sich einmal in das komplette Chaos mit Wut, Angst und Verzweiflung stürzen und im nächsten Augenblick vor lauter Freude keinen Boden unter den Füssen spüren. Ein ständiges hin und her: Wie sehr wir uns doch glücklich schätzen dürfen, dass wir dort leben wo wir leben, um im nächsten Augenblick irgendwie alle Reserven zu mobilisieren damit wir den Rest der Welt vor dem Untergang bewahren können oder zumindest in stiller Trauer begleiten. Irgendwo verrückt oder?

Wenn dann so Stimmen kommen, die mir sagen dass es „früher besser war“, so denke ich mir dann, dass früher lediglich das Sichtfeld ein anderes war. Zeitungen waren auf lokale Nachrichten fixiert, aktuelle Ereignisse wurden eher selten live übertragen und überhaupt interessierte man sich früher kaum für den Rest der Welt (man denke nur an die Nachkriegszeit).

Wie dem auch sei.

Manchmal muss man sich einmal sammeln, um nicht von so vielen Ereignissen überrollt zu werden. Man sollte sich eventuell auch fragen, was man darüber schreiben oder auch dazu beitragen könnte.  (Doch in Wahrheit ist es kaum das Schreiben an sich, dass etwas ändert, es sind wohl eher die direkten Handlungen die weitreichender sind. z.B. zu einer Wahl gehen und jener Partei seine Stimme zu geben, die Menschen als das ansieht, was sie auch sind: Als Menschen. Wie du und ich. Nicht als Belastung, Job-Wegnehmer, Auf-dem-Sozialstaat-Lebende oder Kriminelle.)

Aber ich will mich nicht wiederholen.

Ich bin froh, dass ich meine Augenblicke genießen kann. Dass ich sie erlebe und erkenne. Auch wenn die Zukunft vielleicht den einen oder anderen Stolperweg zum Vorschein bringt, so weiß ich, dass diese notwendig sind, damit man die grüne Wiese zu schätzen weiß. Man sollte seine Kraft und Energien nicht damit verschwenden Zorn, Gewalt und Verzweiflung zu schüren. Ändere etwas zu positiven oder lebe den Augenblick. Alles andere ist kontraproduktiv.

Es tut gut, dass nach so langer Zeit zu reflektieren.
Es tut gut, dass ich das tun kann.
Es tut gut zu wissen, dass du das liest.

Danke.

 

 

 

PS: Auch wenn die Welt trotzdem irgendwie ein Chaotenhaufen ist 🙂
PSPS: Das Bild ist von Pixabay. Kostenlos übrigens.

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RonnyDee
RonnyDee"Wenn du tust, was du immer getan hast, dann wirst du bekommen, was du immer bekommen hast"
Ich blogge hier über alle Themen mit denen ich in Berührung komme. Möchtest du wissen, warum ich so denke was ich schreibe, dann findest du unter "Über mich" mehr Informationen über mich und mein Leben
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